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Kommunalwahl Barchfeld-Immelborn

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Kommunalwahl Barchfeld-Immelborn

Werte Sportfreunde und Mitstreiter,
wir erinnern uns, dass wir nebeneinandersaßen und auf die großen Karpfen warteten, welche täglich um den Ziegelhaufen wanderten.
Heute trägt diese Halbinsel am KAF III I eine inoffizielle Bezeichnung, welche auf xxx - Island endet. Wir erinnern uns, dass eines unserer heutigen Ehrenmitglieder mit einer vollkommen neuartigen Landungsmethode , bei welcher eine Eisenstange zum Einsatz kam den Hecht seines Lebens fing. Heute ist diese Angelstelle im offiziellen Badebereich des KAF III I fast ganzjährig für uns tabu!

Warum schreiben wir Euch diese Zeilen?
Mit der anstehenden Kommunal-Wahl am kommenden Sonntag, wurden in den vergangenen Tagen die einzelnen Programme der Kandidaten und Parteien für die nächste Wahlperiode kommuniziert und verteilt. So taucht in den Hochglanzflyern der Parteien und Kandidaten für den Gemeinderat immer wieder die Willensbekundung zum Ausbau der Naherholung am KAF III auf.

Naherholung am KAF III ?... hatten wir die letzten 40 Jahren keine Naherholung dort? ... und was ist überhaupt Naherholung?... und für wen?...
Welcher Barchfelder oder Immelborner will diese Art von “Naherholung“, welche momentan an den Kiesgruben gelebt wird. Fast alle dieser vermeintlichen „Nah-erholenden Einheimischen“ bereisen unser Angelgewässer mit dem Auto (manchmal auch mit Anhänger). Es überwiegen die amtlichen Kennzeichen der Nachbarlandkreise und auch zunehmend auch der Bundesländer. Hier stellt sich die Frage warum ... ? Stehpaddler gibt es nur hier ...

Handelt es sich hier um die in den Wahlflyern beschriebene Klientel von Naherholungssuchenden - um den einheimischen Wähler?
Ist es vermessen zu fragen, welchem Barchfelder oder Immelborner nun der angestrebte Ausbau der Naherholung am KAF III dient? Ist dieser Plan euch überhaupt bekannt und im Detail von den Parteien und den Kandidaten vorgestellt worden?

Auch jetzt ist es möglich im offiziellen Badebereich für kleines Geld Erholung und Badefreuden an einem langen Sommertag zu finden.

Leider mussten wir aus jeder - der seit dem letzten Jahr stattfindenden Beratungen zu denen wir eingeladen waren - die Erkenntnis mitnehmen - dass die anstehenden und vorgestellten Konzepte regelmäßig mit weiteren Einschränkungen für uns Angler und Naturschützer verbunden sind.
Die Frage, welche Interessengemeinschaften diese Kiesgruben zu einem intakten Ökosystem in der Vergangenheit mitgestaltet haben und zukünftig gestalten werden wurde seltsamerweise immer nur ausweichend beantwortet.

Unser Fazit:

Die zur zukünftig intensiveren Naherholung „geplanten“ Gruben zeichnen sich durch einen hervorragenden Fischbestand und eine intakte Gewässer Flora und - fauna aus. Unter Naturschutz stehende Wasserbewohner (unter der Wasseroberfläche), wie Bitterlinge, Muscheln und Krebse und andere schützenswerter Individuen finden ihren Lebensraum in den Kiesgruben. Dieser naturnahe „Ist Zustand“ ist im wesentlichen unserem jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagement zuzuschreiben und kostete „abertausende Mark und Euro“ Mitgliedsbeiträge und muss erhalten bleiben!
Zudem, haben wir bei unseren regelmäßigen Arbeitseinsätzen rund um das Gewässer (u.a. zur Müll Beräumung), bis dato noch keinen der großen Verfechter und Reformer der Naherholung gesehen. Natürlich können wir im Rahmen geregelter Verhältnisse am Gewässer - parallel zur Naherholung - unserem Hobby nachgehen. Das haben wir seit den 80er Jahren bewiesen. Auch wir und unsere Angehörigen suchen an heißen Sommertagen Abkühlung im klaren Wasser unserer Kiesgruben. Natürlich unterstützen wir Gedanken zu Verbesserungen, wie zum Beispiel den notwendigen Neubau sanitärer Anlagen und der hiermit verbundenen Neugestaltung der Infrastruktur. Wir finden es richtig und notwendig einen extensiven Badebetrieb unter ordentlichen Voraussetzungen, mit Umkleidemöglichkeiten und Duschen, mit Bademeistern, einer gastronomischen Versorgung und temporären Nutzungsmöglichkeiten für überregionale wassersportliche Veranstaltungen zu konzipieren und umzusetzen. Wir befürworten und unterstützen diese notwendigen Maßnahmen - verbunden mit der Forderung - uns in diese Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Ja! Naherholung - bitte nur im verträglichen Maß für das bestehende Ökosystem und für unsere einheimischen Badegäste.
Ja! Naherholung - bitte nur unter Wahrung unserer bisherigen und einer verbindlichen Verbriefung unserer zukünftigen Rechte und Interessen.

Vielleicht sollten wir am kommenden Sonntag die Befürworter der kommerziellen Naherholung unmissverständlich auf unsere Interessen hinweisen.

Petri Heil
Euer geschäftsführender Vorstand

Anmerkung:
entsprechend unserer Satzung §2 Abs. 4 ist dies keine Wahrnehmung einer politischen Tendenz!
Wir vertreten entsprechend unserer Satzung die Interessen unserer Mitglieder.